Ein sensationeller Laser-Waffentest

Laserwaffen spielen in vielen Science-Fiction-Filmen eine wichtige Rolle. Tatsächlich gibt es jedoch noch kein vollwertiges Produkt. Aber das könnte sich bald ändern. Viele Länder experimentieren bereits mit solchen Systemen. So sind beispielsweise in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits Laserpistolen auf Schiffen zu Testzwecken installiert. Nun möchte die Bundeswehr einen ähnlichen Weg gehen. In diesem Zusammenhang wird derzeit an der Entwicklung eines Anforderungskatalogs gearbeitet, der noch in diesem Monat an die relevanten Branchen geschickt wird. Das erste Testprodukt wird dann auf der Korvette installiert, die über einen Zeitraum von zwei Jahren getestet wird. Die auf diese Weise gewonnenen Erfahrungen könnten dann bei der Entwicklung eines voll funktionsfähigen Produkts helfen.

Im Prinzip haben Laserwaffen eine Reihe von Vorteilen. Wenn sie mit Strom versorgt werden, können sie eine unbegrenzte Anzahl von Schüssen abgeben. Der Schütze muss sich keine Sorgen mehr machen, dass ihm die Munition ausgeht. Darüber hinaus können Waffen aufgrund der Dosierwirkung viel genauer eingesetzt werden. Dies kann ein Vorteil von Warnschüssen sein. Hohe Genauigkeit kann auch verwendet werden, um nur bestimmte Teile des Ziels zu erfassen. Im Idealfall kann beispielsweise nur der Motor eines angreifenden Schnellbootes zerstört werden, ohne dass das Boot vollständig untergetaucht ist. Für den Schützen ist dies aber auch ein zusätzlicher Test, da er die Wirkung immer an die aktuelle Situation anpassen muss.

Das größte Problem für Fertigungsunternehmen ist derzeit die Entwicklung von recht leistungsfähigen Laserquellen. Derzeit spielen die Vereinigten Staaten dabei eine führende Rolle. Dort gibt es bereits 60 Kilowatt Laser. Im Vergleich dazu hat der Laser, der für den Einsatz auf der Bundeswehrkorvette vorgesehen ist, eine Leistung von 20 Kilowatt. Die Bundeswehr will aber nicht nur Laserwaffen aus dem Ausland kaufen, sondern setzt auf die heimische Produktion. Aus diesem Grund wurden der deutsche Rüstungshersteller Rheinmetall und die deutsche Niederlassung der europäischen MBDA-Gruppe zur Zusammenarbeit aufgefordert. Bisher arbeiten beide Unternehmen an ihren eigenen Laserwaffen. Erstmals arbeiten sie nun an einem Projekt zur Beauftragung der Bundeswehr.

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